Einige Sportler des RCZO treffen sich in unregelmässigen Abständen für Ausfahrten im Handbike, sei dies Liegebike oder Vorspannbike, motorisiert oder manuell, jeder ist herzlich willkommen mitzuradeln.
“Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden, wie beim Fahrrad.”
Adam Opel (1837-1895)
Kontakt
Rudolf Weiler
Grabenweg 1
8604 Volketswil
078 873 86 71
webmaster@rczo.ch
Handbike Touren

aktuellste Beiträge
Klausenpass Autofrei 2026
Mein Bikeabenteuer Klausenpass bescherte mir schon am Hauptbahnhof Zürich den ersten Schrecken, der Lift war ausser Betrieb. Wer sucht der findet, am anderen Ende des Perrons fand ich den Schräglift der mich ans Tageslicht hob. Knapp aber rechtzeitig erwischte ich den Zug nach Linthal. Ganz der einsame Biker war ich an diesem Tag nicht, tausende Radfahrer zog es an den Freipass Klausen, 7800 laut offizielle Zahlen, entsprechend vollgestellt war das Abteil.
Der Bahnhof Linthal ist nicht Barrierfrei, deshalb stieg ich schon in Braunwald aus und startete die Passfahrt von dort. Bei Heldenwetter kurbelte ich zügig bis Urner Boden, gezogen und angestachelt von einem Gümmeler. Zur ersten Pause kam der zweite Akku zum Zug, denn die grosse Herausforderung stand mir noch bevor. Die nun folgende schöne Serpentinenstrecke bot nicht nur sensationelle Weitblicke, sondern auch saftige Höhenmeter bis zur Passhöhe.
Nur ein kurzes Mittagessen später, auf fast 2000 Meter ü M. blies der Wind doch recht unangenehm, stürzte ich mich in die Abfahrt Richtung Uri.
Beim Zeitstein, der befindet sich im oberen Teil des Schächentals auf der Westanfahrt zur Passhöhe, auf rund 1700 m ü. M. war ein Fotostop angesagt.
Dumm nur dass mir dabei mein Telefon aus den Fingern glitt, prompt purzelte es einige Meter die Felswand hinunter.
Weder ein Mitradler der dem Maleur beiwohnte, noch ein anwesender Polizist konnten das Gerät bergen. Kurz angebunden meinte er, ich solle einen Verlustschein schreiben. Mir blieb nichts anderes übrig als die Weiterfahrt fortzusetzen.
In Unterschächen rief mir ein Feuerwehrmann zu der wievielte Teilnehmer ich sein. Bei der folgenden Unterhaltung mit dem Feuerwehrmann Martin erzählte ich von meinem Handyverlust, der rief den Rettungskletter der Feuerwehr, Sam Kempf vom Imholz Sport in Bürglen an. Zusammen mit Martin Arnold kletterten sie dann in die Wand und fischten mein Telefon aus einem Gebüsch
Am nächsten Tag konnte ich das Telefon bei Martin Huser wieder in Empfang nehmen, ich bin wirklich dankbar für die unkomplizierte Hilfe. Auf der Heimfahrt erwartete mich dann wieder ein Waggon mit bis zur Decke gestapelter Fahrräder.
Ganz reibungslos verlief die Reise allerdings nicht, zurück am HB in Zürich benötigte ich drei Anläufe bis ich den richtigen Zug nach Uster fand. Ein Zugausfall wegen Problemen mit der Türe liess mich auf dem leeren Perron stehen. Ohne Handy konnte ich keinen Fahrplan aufrufen und musste deshalb mehrmals mit dem Lift an die Oberfläche um die Hinweistafel zu studieren. Den richtigen Lift zu finden war dabei echt eine Herausforderung, deswegen kam ich zweimal zu spät auf das richtige Gleis.
Schlussendlich schaffte ich die weiterfahrt und erreichte am späten Nachmittag meinen Ausgangspunkt zuhause.
Willi
Handbike zu verschenken
Biete ein kaum genutztes Handbike älterer Bauart an. Das Praschberger Speedbike ist in sehr gutem Zustand. Bei Interesse bitte Mail an Lukas Weidinger.
Grilltour
Sportsfreund Willy und ich machten uns an diesem heissen Morgen des 16. August 2025 auf um im Wald oberhalb Eschenmosen mit Bekannten zu grillieren. Kurzfristig verschoben wir die Abfahrt um eine halbe Stunde, so hatte ich genügend Zeit an unserem Treffpunkt in der Landi Hegnau ein Brot zu kaufen und mein Trinkwasser aufzufüllen. Die Route führte uns durch den schattigen Hardwald, über die Panzerpiste am Flughafen und anschliessend bei Winkel hinauf nach Eschenmosen. Früh am Nachmittag machten wir uns wieder auf den Heimweg, dabei posierten wir nahe der Burgstelle Heidegg für ein Foto und sausten unweit dem alten Quarzsand Bergwerk – für die Glashütte in Bülach wurde lange in Embrach gefördert- hinunter nach Lufingen. Das letzte Abenteuer erwartete uns in Nürensdorf, infolge eines Defekts am Bike musste Willy ausharren bis ich ihn mit dem Auto abholen konnte. Das dauerte natürlich seine Zeit. Die Weiterfahrt mit dem Bus klappte nicht, ohne App ist man heute angeschmiert, Bargeld wird nicht angenommen und Ticketautomaten gab es nicht. Der Passagier wird kurzerhand auf der Strasse sich selbst überlassen. Schande an den ÖV! Jedenfalls klappte es dann mit Hilfe von Passanten das Bike und den Rolli zu verstauen und die Autofahrt in den Feierabend konnte beginnen.
Mittelpunkt
Kurz vor dem Jahresende unternahmen Willi und ich nochmals eine gemeinsame Handbike Tour. Dass der Herr Meteorologe das Blaue vom Himmel versprochen hatte war motivation genug, die Runde zu wagen. Leider war der Nebel hartnäckiger als erwartet, trotzdem genossen wir auch bei den Minustemperaturen doch noch die Sonne.
Vom Startpunkt Volketswil radelten wir über Winterberg nach Brütten, wo wir den geodätischen Messpunkt aufsuchten. Wenn man vom nördlichsten Punkt des Kantons bis zum südlichsten Punkt und vom westlichsten zum östlichsten Punkt ein Seil spannen würde, träfe man mit der Kreuzung der Seile am geodätischen Mittelpunkt zusammen.
Weiter ging es anschliesssend über Mühlberg nach Oberembrach und durchs Eigental nach Bassersdorf, bevor wir zum Ausgangspunkt zurückkehrten.
Klausen Monument 2024
Zum zweiten mal nahmen Willi und ich gemeinsam den Klausenpass im Handbike in Angriff. Den Regenradar konsultierten wir vorgängig regelmässig, trotz drohender Regenschauer am Nachmittag entschlossen wir uns die Tour anzutreten. Um punkt neun Uhr starteten wir in Linthal, ab dann war auch die Strasse für den motorisierten Verkehr gesperrt. Tausende andere Velofahrer vertrauten der Wetterapp, mit dabei auch zwei weitere Handbiker. Leider hielten sich die Regenwolken nicht an die Vorhersage, kaum auf dem Urnerboden angekommen kippte das Regenwasser Badewannenweise auf die Radler. Ich drehte um, allerdings wurde ich auf der Abfahrt bis zu den Unterhosen durchnässt. Willi war da tapferer, er schaffte die letzten dreihundert Höhenmeter bis zur Passhöhe. Gratuliere, tolle Leistung.
Text und Photos: Rudolf Weiler
Für weitere Beiträge besuchen Sie bitte unsere Seite: Aktuelles









